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Laudatio - Verleihung des „Oberhausener Preises 2005“

Laudatio - 14.3.2006 - Verleihung des „Oberhausener Preises 2005“ an den Verein „Tansania Network.de“

Pfr. Helmut Müller,
Vorsitzender des Ausschusses „Kirchliche Entwicklungsdienste und Ökumene“ des Ev. Kirchenkreises Oberhausen

„Wir sind dankbar für Aktions- und Basisgruppen, die uns als Kirche und unsere Gesellschaft auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machen und konkrete Schritten zu ihrer Überwindung tun.

Als Zeichen unserer Solidarität richten wir aus kreiskirchlichen Etatmitteln einen Fonds zur Unterstützung von Basis- und Aktions-gruppen in Höhe von DM 2000,- ein.“

Mit diesem Beschluss richtete die Evangelische Kreissynode Oberhausen 1988 den sog. Oberhausener Preis ein. Sie verpflichtete sich selbst zu konkreten Schritten auf dem Weg zur Gerechtigkeit - oder an anderer Stelle etwas pragmatischer - zu mehr Gerechtig-keit. Dem biblischen Auftrag entsprechend bekannte sich die Kreissynode zu ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung: “Als Christen bekennen wir, dass Gott Recht und Gerechtigkeit, Solidarität und Frieden für alle will, und dass es unsere Aufgabe ist, Schritte zu tun, um dieses in unserer Welt Wirklichkeit werden zu lassen.“ Dabei betonte die Synode leidenschaftlich, dass sie diese Schritte nur gemeinsam mit den Menschen tun könne, die unter Ungerechtigkeit leiden. Genauso brauche es die Bündnisse mit nicht-kirchlichen Aktions- und Basisgruppen, Initiativen und Netzwerken, die den kirchlichen Blick öffnen und weiten, verdrängtes benen-nen und mutig für mehr Gerechtigkeit weltweit und in unserer Gesellschaft streiten und eintreten.

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Rede zur Preisverleihung - Verleihung des „Oberhausener Preises 2005“

Oberhausener Preis, 14.3.2006, Rede zur Preisverleihung

Sehr verehrte Damen und Herren!
Der Preis beinhaltet zwei Zu-Mut-ungen

Für uns als Tanzania-Network ist dieser Preis ein Ansporn, der Lobby- und Advocacy-Arbeit weiterhin großes Gewicht beizumessen. D.h. für uns, dass wir

  1. für die Rechte anderer, konkret für die Menschen in Tanzania, eintreten und deren Interessen wahrnehmen - wo sie es selbst nicht können.
    Dieses zu tun ist auch in unserem Milieu nicht selbstverständlich. Partnerschaften, die überwiegend unsere Mitglieder sind, tendieren dazu, vorerst ihre Projekte im Blick zu haben, alles andere kommt danach. Der Preis ermutigt uns, diesen Bereich mit Nachdruck zu vertreten;
  2. die Fragen der Ungerechtigkeit, insbesondere der wirtschaftlichen, publik machen und in Kooperation mit anderen, Kräfte mobilisieren, gerechtere Strukturen der Weltwirtschaft und des Welthandels zu erreichen;
  3. dazu gehört auch,. dass wir als Deutsche uns immer wieder selbst kritisch fragen, welche Rolle haben wir in der Kolonialzeit gespielt und welche spieln wir heute in den genannten Bereichen.

Ich möchte darüber aber nun nicht vergessen, dass wir neben der Ehre auch die monetäre Seite dieses Preises hoch anerkennen. Von solchen und vielen noch kleineren oder auch größeren Beträgen sind wir abhängig, um unsere Arbeit fortführen zu können

.

Wir wissen es sehr wohl zu würdigen, wenn ein Kirchenkreis in diesen Zeiten, wo überall gekürzt wird, solch ein Zeichen setzt und aufrecht erhält. Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn wir mehr solche Zeichen der Ermutigung in unseren Kirchen hätten, wir weniger sparen müssten.

Die zweite Zu-Mut-ung betrifft Sie jetzt. Und zwar, weil ich Sie einlade, sicherlich tiefer, als es mit der Preis - Entscheidung verbunden war, in die Abgründe der deutschen Kolonialpolitik einzusteigen. Ich tue das unter der Prämisse der christlichen Tugenden , Schuld nicht zu verdrängen, sondern zu benennen, Vergebung zu erbitten, Wiedergutmachung zu leisten wo es möglich ist und erneuten Versuchungen zu wiederstehen.

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Gedenkveranstaltung - Pressemitteilung

Pressemitteilung

Gedenkveranstaltung zum 100. Jahrestags des Maji-Maji-Krieges mit dem Theaterstück „Zauberwasser gegen Gewehrkugeln“ der Bagamoyo Players (Tanzania)

16. November 2005

Am vergangenen Sonntag, am Volkstrauertag, fand die bundesweite Gedenkveranstaltung zum 100. Jahrestag des Maji-Maji-Krieges in Berlin statt. Das Tanzania-Network.de e.V. hatte zu dieser Veranstaltung in die Werkstatt der Kulturen eingeladen.

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Majimaji.de

Sunday, 13th of November 2005, in Berlin

Meeting in commemoration of the one hundreds annual return of the Maji-Maji-war


The objective of the meeting is the commemoration of the many victims who died in the Maji-Maji-war, which broke out in 1905 in former German East Africa, the present Tanzania.

4 th to 6 th of November 2005 in Wuppertal

100 years Maji-Maji
Resistance against the German colonial rule in East Africa

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Background Information: The Maji-Maji-uprising

The Maji-Maji-uprising of 1905/1906 was a combined rebellion of about twenty ethnic groups in so called Deutsch-Ostafrika (German East Africa) aimed against the rule of the German colonial power. The motive for the uprising was the gradual increase of repressions by the Germans The colonial authorities took measures to foster the cotton production and gain higher income from taxes.

The initial spark which led the uprising burst into flames was the destruction of a cotton field in the area of the Matumbi (Kilewa-region) by two man and a women on 20th of July 1905. Shortly after this had happened, a number of different ethnic groups joined the outcry.

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Tanzania-Network.de e.V.
Koordinationsstelle - im Haus der Demokratie und Menschenrechte - Greifswalder Straße 4 - D-10405 Berlin
Tel.: +49 - 30 - 4172 3582 - Web:  www.tanzania-network.de - Email: ks (at) tanzania-network.de