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Veranstaltung zum 100 jaehrigen Gedenken an den Maji-Maji-Krieg: Ankuendigung

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Majimaji.de - Veranstaltung zum 100 jährigen Gedenken an den Maji-Maji-Krieg, Nov. 2005

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Literatur, Rezension und Links

Literatur:

  • Jigal Beez: Geschosse zu Wassertropfen. Sozio-religiöse Aspektedes Maji-Maji-Krieges in Deutsch-Ostafrika (1905–1907) (Vorkoloniale und frühkoloniale Geschichte Afrikas Band 1), 2003, 210 S., 2 Karten, 3 Abbildungen, Anhang, € 19,80 - ISBN 3-89645-450-1

  • Hubert Gundolf, "Maji-Maji-Blut für Afrika" Eos Verlag Erzabtei St. Ottilien, 1984, 212 S.

  • Maji-Maji Research Project No. 7/68/1/1 in der Universitäts- und Stadtbibliothek Frankfurt/ Main
  • Flammen über Deutsch-Ostafrika Der Maji-Maji-Aufstand 1905/06 Walter Nuhn Bernard & Graefe Verlag, Bonn, 1998 ISBN 3-7637-5969-7
  • Felicitas Becker, Jigal Beez: "Der Maji-Maji-Krieg in Deutsch-Ostafrika 1905-1907"
    Christoph Links Verlang, Berlin, 2005
    250 S., 22,90 EUR

  • Martin Baer: Eine Kopfjagd Deutsche in Ostafrika, Olaf Schröter CH. Links Verlag, Berlin 2001 ISBN 3-86153-248-4

  • Geschichtliche Verpflichtung in Afrika von Kolonien zu Partnerländern in der Entwicklungszusammenarbeit - Uschi Eid: Zeitschrift Entwicklungspolitik 7/2004


Reader: Deutscher Kolonialismus in Afrika

Die Materialsammlung zur deutschen Kolonialgeschichte richtet sich vor allem an Multiplikatoren, Lehrkräfte der Sekundarstufe I und II und Interessierte, die sich mit dem Thema facettenreich auseinandersetzen wollen. Die ausgewählten Texte, Fotografien und Karikaturen sollen das Spektrum und den weitreichenden Einfluss des Kolonialismus und seiner Ideologie in Deutschland deutlich machen. Die Klischees über die Menschen aus afrikanischen Ländern sind oft immer noch bestimmt durch das im 19. Jahrhundert geprägte Menschenbild. Vor allem die Wissenschaft hat dazu ihren Beitrag geleistet, Unterdrückung und Ausbeutung zu legitimieren.

Die Länderbeispiele beschränken sich bewusst auf Namibia und Tansania. Beide Länder litten unter den zwei größten deutschen Kolonialkriegen der Deutschen gegen die einheimische Bevölkerung. 2004 jährte sich der Genozid gegen die Hereros zum 100. Mal. In diesem Jahr gedenken wir den 100. Jahrestag des Maji-Maji-Krieges im heutigen Tansania.

Im Anhang befinden sich aktuelle Medienempfehlungen und Veranstaltungshinweise, die zur intensiveren Beschäftigung mit dem Thema Kolonialismus im Rahmen des Schulunterrichts und der antirassistischen politischen Bildungsarbeit sinnvoll sind.

Bezugsquelle: EPIZ (Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e.V.) , Urbanstraße 71 (3. Hof), 10967 Berlin, www.epiz-berlin.de, epiz@epiz-berlin.de, Tel.: 030/692 64 18/9, Fax: 030/692 64 19, Materialkostenpreis von 2,50 €.

Links:

Siehe auch:

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Gedenkveranstaltung zum 100. Jahrestags des Maji-Maji-Krieges

Gedenkveranstaltung zum 100. Jahrestags des Maji-Maji-Krieges mit den Bagamoyo Players (Tanzania) mit ihrem Stück „Zauberwasser gegen Gewehrkugeln“

Das Tanzania-Network.de e.V. organisiert am Volkstrauertag, an dem wir uns an alle Opfer von Kriegen erinnern, eine Gedenkveranstaltung anlässlich des Maji-Maji-Krie-ges, welcher 1905 im damaligen Deutsch-Ostafrika, im heutigen Tanzania, begann. Die Veranstaltung wird von einem breiten Bündnis getragen.

Die Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, den 13. November 2005 um 14.00 Uhr in der Werkstatt der Kulturen* in Berlin statt.

Wir sehen den Maji-Maji-Krieg (1905-1907) im Kontext der deutschen Kolonialpolitik, die mit der Ausbeutung, Unterdrückung und Entwürdigung der Bevölkerung einher ging. Der Krieg erstreckte sich über fast den gesamten Süden des heutigen Tanzania - ein Gebiet so groß wie Deutschland - und ungefähr zwanzig Volksgruppen. Dieser Kolonialkrieg forderte mehr Opfer als jeder andere: weit mehr als 100.000 Menschen. Grund dafür war die von den Deutschen angewandte Strategie der verbrannten Erde.

Ursachen waren zunehmend repressive Maßnahmen der deutschen Kolonialbehörden, die Baumwollproduktion mittels Zwangsarbeit voranzutreiben suchten, und eine Erhöhung der Steuern. Als Auslöser des Aufstands gilt die Zerstörung eines Baumwollfelds im Gebiet der Matumbi (Kilwa-Bezirk) durch zwei Männer und eine Frau am 20. Juli 1905.

Wir möchten diesen Jahrestag zum Anlass nehmen, um die deutsche Kolonialpolitik in Ostafrika zu the-matisieren und der Opfer dieser kolonialen Herrschaft zu gedenken. Wir möchten eines Prozess der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema in der breiten Öffentlichkeit anstoßen und fordern Bewusstseinsbildung unter der Berücksichtigung der Perspektive der Kolonialisierten, der Entrechteten und Entwürdigten.

Der deutsche Kolonialismus wird öffentlich kaum diskutiert oder gar aufgearbeitet, obwohl hier gravierende Ursachen für noch heute bestehende Ungerech-tigkeiten zwischen Nord und Süd und für den alltäglichen Rassismus in der deutschen Gesellschaft beste-hen.

Wir möchten dieses Thema in die Öffentlichkeit bringen und erwarten von Politik, Wissenschaft und Bildungseinrichtungen, von Zivilgesellschaft und Kirche, dass die Aufarbeitung deutscher Kolonialherrschaft unterstützt und vorangetrieben wird, und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

* Werkstatt der Kulturen,
Wissmannstraße 32, 12049 Berlin,
Tel 030-609770-16
www.werkstatt-der-kulturen.de

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Tanzania-Network.de e.V.
Koordinationsstelle - im Haus der Demokratie und Menschenrechte - Greifswalder Straße 4 - D-10405 Berlin
Tel.: +49 - 30 - 4172 3582 - Web:  www.tanzania-network.de - Email: ks (at) tanzania-network.de